Ach, Marilyn… feat. Eva Plankton
Donnerstag, 12. März 2026 : Ach, Marilyn… feat. Eva Plankton
Piaristengasse 60, 1080 Wien
Open doors : 19:30 Uhr
Live music : 20:00 Uhr
Eva Plankton – Stimme
Peter Taucher – Gitarre/ Effekte
Janika Maria Lucas – Schauspiel
„Kein Drama, keine Tränen“, das haben sie bei der Trennung vereinbart. Das ist leichter gesagt als getan – man muss nicht Marilyn Monroe sein, um damit Schwierigkeiten zu haben.
Die Protagonistin von Christina Jonkes bewegendem Theatermonolog „Ach, Marilyn …“ ist eine ganz normale junge Frau, verliebt, verlassen, verloren. Am Abend „danach“ sitzt Mari in ihrem Wohnzimmer, in Erwartung eines – seines – Anrufs, ohne Absicht, den Schlafanzug gegen das kleine Schwarze zu tauschen und auf diese eine Party zu gehen, wie ihre Freundin ihr rät.
Nach und nach erfahren wir mehr über den Mystery Man, der ihr das Herz gebrochen hat. Denn neben einigen anderen, denen sie die heile Welt vorgaukelt, ruft er tatsächlich an – zumindest wirkt es so. Denn wir hören immer nur Mari sprechen, haben teil an ihrem Schmerz, ihren Hoffnungen, ihren verzweifelten Lügen und zarten Wahrheiten. Diese unterschiedlichen Gefühlswelten, dieses Auf und Ab, das Hoffen und Verzweifeln wird durch die emotional sehr sensibel abgestimmte Livemusik von Eva Plankton genial unterstrichen und verstärkt und zieht das Publikum hinein in diesen Strudel der Emotionen.
Und dann ist da noch Marilyn Monroe. Nicht nur ist Mari ein Fan der großen Diva, ihre nächtliche Not erinnert auch verdächtig an Marilyns berüchtigte letzte Stunden – bis heute ist nicht sicher, mit wem sie telefonierte und ob der auf sein perfektes Familienidyll bedachte US-Präsident John F. Kennedy etwas damit zu tun hatte. Doch während Marilyn ihre letzten Worte sehr wahrscheinlich in einen Telefonhörer hauchte, besteht mehr als sechzig Jahre später für Mari noch Hoffnung. Kann sie aus dem Drama gestärkt hervorgehen?
Geschrieben von Christina Jonke, inszeniert von Peter Uhl, musikalisch live unterstützt von Eva Plankton, gönnt uns Janika Maria Lucas einen einzigartigen Blick in das Innenleben eines Menschen, der das Fühlen nicht verlernt hat.


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